12.10.2019 - 19.10.2019

450,00 €

Powertörn Palermo Sizilien – Cagliari Sardinien


Törnbeschreibung

Der Power – Meilentörn für Fortgeschrittene Segler die MEER wollen…

Palermo, Trapani, Cagliari, San Pietro

letzter aehnlicher Törnbericht(Danke Anke!) vom Hinweg 2017 hier :

Törn-Bericht Juni/Juli 2017 Korfu-Neapel oder 400 Seemeilen in 9 Tagen

Tag 1 27.6.17 Korfu (Hafen Kontokali und Ort Gouvia) nach Orthonoi

Wir haben uns gefunden!! Nach Flug und Taxi -Anfahrt zum Hafen gab es einen Kennenlern-Drink  in der Hafenbar. An die Hitze mussten wir uns erst einmal gewöhnen!! Unsere Mannschaft traf sich zum ersten Mal und wir hatten das Gefühl, es passt, wir werden uns vertragen!! Den Familienhund Charly hatten wir gleich in unser Herz geschlossen.
Mario schaffte unser Gepäck mit dem Dinghi zum Boot, während wir durch den Hafen schlenderten und in den Ort zum Einkauf gingen. Würden wir so viel Proviant auch tragen uns sicher ins Boot bringen können? Plastiktüten halten eine Menge aus—und wir offensichtlich auch.
Nach dem Verstauen an Bord konnten wir endlich anbaden- herrlich blaues warmes Wasser!!
Anker auf ca. 16 Uhr, Kurs auf Orthonoi, eine kleine Insel in der Nähe
Da kaum Wind war, mussten wir motoren, kurz vor dem Kap konnten wir mal die Segel setzen.
Unterwegs machten wir Knotenübungen, das ging mit uns Binnenseglern schon ganz gut. 😉
Ca. 21 Uhr waren wir fest vor Anker und ziemlich müde, von einem langen Anreisetag.
Mario und Familie gingen zum letzten griechischen Abend an Land.

Tag 2 28.6.17 Orthonoi nach Leuca
6.30 Uhr war Anker auf- Kurs auf Leuca. Der Wind meinte es gut mit uns, wir liefen 6,5-7,5 kn, an die Kreuz – Wellen mussten wir uns alle erst gewöhnen. Uns kam zum ersten Mal Katja´s Erfahrung zugute, dass es wichtig wäre, ausreichend Knabbereien zu haben für zwischendurch. Gut, dass wir auf sie gehört und genug Salzstangen und Kekse gekauft hatten! Sie waren unsere leichten Mahlzeiten an diesem Tag, sofern überhaupt jemandem nach Essen war…. 😉
Als gegen Mittag Delfine mit unserem Boot schwammen, waren wir begeistert und hatten Ablenkung. Selina und ich fotografierten vom Bug aus. Dabei hatten wir Mühe, uns festzuhalten, das Boot stampfte in den Wellen und Spritzwasser und Sonne forderten uns Hobbyfotografen zusätzlich heraus. Wir hatten den Eindruck, die Delfine spielen mit uns. Wir wussten, es ist zweifelsfrei einer der schönsten Tage in diesem Urlaub.
Ca. 15.30 Uhr lag das Schiff fest im Hafen Santa Maria in Leuca. Wir waren nun schon in Bella Italia.

Tag 3 29.6.17 Leuca nach Messina/Sizilien
Der Tag begann in Ruhe mit Frühstück und Einkauf (letzterer war toll in einem kleinen einheimischen Tante Emma – Laden, herrliches Angebot an Obst und Gemüse, Katja und mir hat der Einkauf richtig Spaß gemacht!!). ………ist klar, Frauen und shoppen 
Die Marina hat uns allen richtig gut gefallen und, wir haben bei der Hitze das Duschen genossen!! Gegen 12 Uhr hieß es: „Leinen los!“ und wir nahmen Kurs in Richtung Messina. Unsere erste Nachtfahrt lag vor uns, daraus wurde ein 33 Stunden – Törn
Skipper Mario teilte Wachen ein, eine zum Steuern und eine zweite zum wach halten und quatschen mit dem Rudergänger. Die anderen zum Schlafen, Wechsel nach 2 Stunden. Die Nachtfahrt war spannend und interessant, zumal noch einige andere Bote und größere Frachtschiffe an der Südküste Italiens unterwegs waren. Wir haben dabei unsere Kenntnisse zur Lichterkennung aufgefrischt.
Tag 4 30.6.
Die Nacht verlief alledem „ruhig“, wir liefen unter Motor und hatten einen sternenklaren Himmel, ……….unvergesslich! Trotzdem freuten wir uns, dass der Skipper uns eine Pause gönnte:
8 Uhr fiel der Anker, zur Frühstückspause. Charly freute sich, dass er mit dem Dinghi an Land durfte…. Wir waren schön und ausgiebig baden.
9.30 Uhr Anker auf- weiter Richtung Messina/ Sizilien
Die Überfahrt war lang, die Badepause am Nachmittag heiß ersehnt!
Kurz danach ging eine obere Want ab, schlug heftig gegen den Mast. Es half nichts, der Skipper musste trotz Wind und Welle hoch in die Takelage gewinscht werden und provisorisch die Wante fixieren. Wir fanden es ziemlich gefährlich, denn wir waren auf hoher See allein, Stunden vom Land entfernt und weit davon, Hilfe zu holen, falls er sich verletzt. Besonders Katja bangte um ihren Mario!! Doch es ging alles gut, der Skipper hat sein Handwerk verstanden. Das gehört auch zum Bordleben dazu!
21.45 Uhr waren die Leinen fest in Messina. Wir hatten einen traumhaften Blick von See aus auf den beleuchteten Hafen, in dem große und teure Yachten lagen. In Messina steppte der Bär, so klang es. Autohupen, Straßenverkehr wie im Film- natürlich wollten wir schnellstens an Land, hatten Hunger und Lust, uns die Stadt anzusehen.
In einer Pizzeria bekamen wir für alle einen Tisch und waren froh, denn René meinte, dort wo es voll ist, ist das Essen gut…….und es war sehr voll und noch mehr laut. Italienische Familienfeier …. 
Das Besondere war, dass die Pizzeria schwankte.. ~~.. 

Tag 5 01.7.
In Messina frühstückten wir gemütlich an Bord, dann wurde eingekauft und die Männer reparierten zwischenzeitlich die Want. Bei großer Hitze war beides beschwerlich 😉 Messina ist eine sehr schöne, alte Stadt, wir gönnten uns zum fotografieren noch ein paar Minuten, obwohl wir wussten, der Skipper wartet, weil der Zeitpunkt zum Ablegen bereits überschritten war  Durch die Straße von Messina wollten wir mit günstiger Strömung, welche aus der Straße von Gibraltar kommend gezeitenabhängig vorhanden ist segeln, denn sonst wäre es ein längeres und motorkraftintensives Unterfangen geworden.
22 Uhr waren wir endlich am Ziel in Vulcano Bay, einer Insel, auf der es leider mächtig stank. Das war jedenfalls der erste Eindruck. Und bei großer Finsternis war die Suche nach einem geeigneten Liegeplatz gar nicht so leicht. Als der gefunden war, stieg die Spannung: hält denn auch der Anker? Es klappte aufgrund des felsigen Untergrundes erst beim 2. Mal.
Mario, Katja und Charly sind mit dem Dinghi von Bord- wir anderen waren irgendwie müde. Als das Dinghi zurück kam, wurden wir aber kurz vor Mitternacht mit Eis verwöhnt- das war super lecker! Urlaub kann so schön sein!!

Tag 6 2.7.
Wir wollten nun auch endlich an Land und waren neugierig, denn uns gefiel, was die Dunkelheit am Abend verborgen hielt. Deshalb verzichteten wir auf´s Frühstück und wollten an Land. Auf Vulkano gab es eine wundervolle Vegetation! Das kleine Strandrestaurant bot nicht wirklich die große Vielfalt, dafür die Märkte und Stände sowie Restaurants in Vulkano. Jetzt sahen wir auch, woher der eigenwillige Geruch kam: aus einer Schwefelsuhle- in der man baden konnte (was wir nicht verstanden, es war eklig). Wir schauten zu wie den Tieren im Zoo, durch die Gitterstäbe. An den Ständen erstanden wir kleine Souvenirs und Geschenke, wir aßen lecker Pizza und 13.45 Uhr wurde der Anker aufgeholt. Unter Motor fuhren wir mit Kurs Richtung Insel Salina. 17.30 Uhr hatten wir einen schönen Ankerplatz vor der Insel gefunden, ein wunderbares Fleckchen. Von See aus waren wir bereits neugierig, sie zu erkunden. Leider regnete es und wir blieben deshalb an Bord. Weiterhin mussten wir leider feststellen, dass beide Wassertanks leer waren, obwohl mindestens einer noch hätte randvoll sein müssen….Guter Rat war teuer. Also würden wir am nächsten Tag unsere Vorräte wieder füllen müssen. Auf dem Landgang mit Charlie gelang es Katja, in einer Gaststätte für Celina´s Geburtstag am nächsten Tag eine Torte zu bestellen. Am Abend beobachteten wir Feuer auf der Nachbarinsel Lipari. Wir waren uns nicht sicher, ob es Lava war, die hinunter fließt, aber so stellten wir uns einen Lavastrom vor. Den Stromboli, der ja noch aktiv ist, haben wir erst in der nächsten Nacht – Fahrt in Aktion gesehen.
Tag 7 3.7. Celinas 13.Geburtstag auf Salina
Noch bevor Celina wach wurde, sind wir unter Motor in den Hafen der Insel eingelaufen. Katja holte die Torte, Rene´ und Mario füllten den einen Tank, der andere war irgendwie undicht geworden, Kerstin und ich waren einkaufen. Außerdem ließen wir uns eine ausgiebige Dusche gefallen!! Celina war glücklich und überrascht, mit einer Geburtstagstorte hatte sie nicht gerechnet. Nach dem Ablegen haben wir die schöne Insel umrundet, die Gelegenheit vom Schiff zu gehen und auf der Insel und ihren Felsen zu klettern haben wir nicht genutzt, es war uns zu heiß. Wir ankerten danach vor dem alten Hafen und fuhren mit dem Dinghi an Land. Wir wollten mit Celina zu Abend essen gehen, ganz nach ihren Wünschen. Das war Lasagne. Die bekamen wir leider nicht, dafür lecker Eis. Um auf den anderen Teil der Insel zu gelangen, teilte sich die Gruppe. Kerstin, René und ich wanderten, die Skipper-Familie nahm Dinghi und Yacht und verlegte diese an unsere vorabendliche Ankerstelle. Wir trafen uns im Ort und suchten lange nach einer Gaststätte, die Lasagne auf der Speisekarte hatte. Celina war glücklich, aß gleich auf Vorrat   und wir nahmen uns Pizza mit auf die Fahrt. Es sollte wieder eine Nachtfahrt werden, 24 Stunden plante der Skipper ein.
22.15 Uhr war der Anker oben, der Skipper teilte die Wachen ein. Kurs Capri, vorbei am Stromboli, den wir nun aus einer anderen Perspektive sahen und beobachteten, wie er in unregelmäßigen Abständen Feuer und Rauch spuckte. Das war ein seltsam unheimliches Schauspiel!! Es begleitete uns Stunden unterwegs, die Sicht war hervorragend, die Fahrt nicht so schnell unter Segel.
Tag 8 4.7. Capri
Weil wir unter Segel so weit vom Kurs abkamen und an Fahrt verloren, musste der Diesel wieder ran. Die Nacht war unendlich lang, Katja, René und ich konnten an Schlaf nicht denken, der andere Teil der Crew hatte damit nicht ganz solche Probleme. Es war ganz schöner Seegang und unter Deck schwierig, sich zu bewegen. Frühstück wie immer, wenn unten nicht viel geht, Salzstangen und Kekse.  Gegen 11 Uhr hatten wir ein seltsames Erlebnis: Mitten auf dem Meer, ca. 60sm vom italienischen Festland entfernt, sahen wir ein Schlauchboot. Es kam schnell näher, viel zu schnell für ein normales Schlauchboot. Der Skipper drosselte die Fahrt, uns wurde mulmig zumute. Irgendwie sahen wir dem Boot mit sehr ungutem Gefühl entgegen. Wir sprachen darüber, was wir ggf. zur Verteidigung tun können, der Skipper machte die Harpune klar… Das Boot fuhr nah an uns heran, zwei Männer Besatzung sahen wir, es war ein Luxus-Schlauchboot mit einem richtig schnellen Motor und dass es sich nicht um eine Spazierfahrt handelte, war sofort klar. Wir waren glücklicherweise nicht die, die offensichtlich erwartet wurden und das Boot drehte ab. Unterwegs sahen wir noch Bojen im Wasser, deren Bestimmung keine seemännische war, doch wir ließen besser ab, nachzusehen. Bei der Erinnerung an das Geschehen hab ich noch immer Herzklopfen. Gegen 12.30 Uhr schlug der Skipper vor zu angeln, und wirklich, nach einiger Zeit war ein Thunfisch am Haken. Mario und René holten ihn an Bord, Kerstin filetierte ihn und schnell landete der Fisch in der Pfanne, frischer geht nicht. Es war sehr lecker und mehr, als die Mannschaft essen konnte. Also war die Versorgung für den nächsten Tag noch gesichert. Ab 14 Uhr konnten wir wieder segeln, bis 18 Uhr, dann mussten wir die Segel einholen um nicht noch später anzukommen. Wir sahen Capri schon stundenlang vor uns, kamen aber nur langsam näher. Auf hoher See kann man Entfernungen nicht gut schätzen, finde ich. 22.30 Uhr hielt der Anker, wir lagen vor Capri, um uns herum „Megayachten“. Landgang kam für die Mannschaft nicht mehr in Frage, wir beobachteten den Sternenhimmel, genossen die Aussicht auf die beleuchtete Insel und hörten dann auf den Ruf der Koje.
Tag 9 5.7.
Unser letzter Tag auf dem Wasser brach an, der herrliche Blick auf die wunderschöne Insel Capri lies aber keine Wehmut aufkommen. Wir badeten und schwammen in den Höhlen von Capri. Leider nicht allein, mit uns waren unzählige Touristenboote und es roch nach Diesel u.a.. Unrat im Wasser trübte das Erlebnis, wir genossen danach die Dusche an Bord. Neben der Insel gab es noch mehr zu sehen- die vielen Motoryachten, unglaublich. Beiboote, die an sich schon riesige Motoryachten waren verschwanden mit Kran im Rumpf der Yachten, sie hatten Waterparcs dabei, riesige Rutschen und Hubschrauber auf dem Deck…. Wir hatten solche millionenschwere Schiffe noch nie gesehen. Schließlich umrundeten wir Capri und nahmen Kurs auf Neapel. Unterwegs sahen wir Kreuzfahrtschiffe, aber auch eine Segelschule mit Kinderbooten, Opti wird überall gesegelt! Unterwegs beobachteten wir bei Neapel das Löschen von Bränden am Vesuv mit einem Löschflugzeug.
Die Suche nach einem Liegeplatz war nicht einfach, ich habe Mario bewundert, der mit Ruhe und Weitsicht abschätzt, was in Frage kommt und was nicht. Dabei behält er den Blick auf Tiefe, Lage, Strom- und Wasseranschluss. Im zweiten Hafen klappte es, der Platz war auch nicht ganz so teuer.
Wir machten uns fein für einen Landgang, durchquerten den Ort, gingen etwas Trinken. So zum Abschied. Im Internet lasen wir etwas über vermutlich aufkommende Vulkanausbruchgefahr vom Vesuv bei Neapel, es gäbe Anzeichen und erste Feuer…… nun machten wir uns Sorgen, um die schöne Stadt, in der wir gerade waren, um unseren Schiffsführer und seine Familie, die hier bleibt und darum, ob unser Flug morgen überhaupt geht bei dem Qualm über der Stadt. Trotzdem genossen wir die Stadt, in der wir zum ersten Mal waren und die warme Nacht. An Bord klang der Abend mit unserem Bordwein aus.
10. Tag 6.7. Neapel
Richtig hungrig waren wir nicht, es gab ein kleines Frühstück und in uns keimte bereits eine kleine Nervosität, ob alles klappt mit der Rückreise. Die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen war ein Erlebnis für sich, ich habe mich mit fotografieren abgelenkt, sonst wäre ich bestimmt im Auto „seekrank“ geworden!!! Jedenfalls hatten wir eine gute Heimreise.
Lieber Mario, wir danken dir für den schönen Urlaubstörn und wünschen dir allzeit eine Hand breit Wasser unterm Kiel!!
Anett und René

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