Dodekanes

Die griechische Zwölf vor der kleinasiatischen Küste

Der Archipel des Dodekanes (gr. Dodekanissos) besteht aus 1090 Inseln, davon sind 96% nicht mehr als kleine Felsen und Felseninseln.

Achtzehn Inseln sind dauerhaft bewohnt, weitere Inseln werden saisonal von Hirten bewohnt. Der Archipel ist nach der Gruppe der zwölf (gr. dodeka) größten Inseln (Insel = gr. nissos, nissi) benannt. Der Dodekanes liegt zwischen Kreta im Südwesten, der kleinasiatischen Küste im Osten und den Inseln der Östlichen Sporaden im Norden.

Die meisten Inseln des Dodekanes sind so kahl wie man sich die Ägäisinseln generell vorstellt, mit ihren traditionellen, weißgetünchten Häusern und Kirchen mit blauen Kuppeln. Es gibt jedoch auch grünere Inseln wie z.B. Rhodos und Kos. Rhodos ist die größte Insel des Dodekanes und ist im Sommer ein beliebtes Touristenziel. Minoer (ab dem 2. Jhtsd. v. Chr.), Mykener (ab dem 15. Jhdt. v. Chr.) und Dorer (ab dem 11. Jhdt. v.Chr.) siedelten sich hier an und machten Rhodos zu einem wichtigen Bestandteil der griechischen Welt. Die antiken Stätten Ialyssos, Kameiros und Lindos sind dorischen Ursprungs. Der Koloss von Rhodos, 306 v. Chr. zu Ehren des Sonnengottes Helios errichtet, war eines der sieben Weltwunder der Antike, wurde jedoch schon einige Jahrzehnte später durch ein Erdbeben zerstört.  Rhodos war Teil des Römischen und später des Oströmischen Reiches, wurde von Kreuzrittern erobert, fiel an Venedig und gehörte im späten Mittelalter dem Johanniterorden. Hiernach wurde es Teil des Osmanischen Reiches und war im Zeitraum 1912-47 von Italien besetzt.  Auf Kos befinden sich eine Reihe von Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Überreste des antiken Asklipieion, das Heiligtum des Asklipeios (Äskulap), eine Johanniterfestung aus dem Mittelalter sowie die sogenannte Platane des Hippokrates, der aus Kos stammte. Die Platane ist jedoch nicht mehr als 500 Jahre alt und wohl ein Ableger des von Hippokrates ursprünglich gepflanzten Baumes, unter dem er seine Schüler unterrichtete. Karpathos, die zweitgrößte Insel des Dodekanes und zwischen Rhodos und Kreta gelegen, ist ein Paradies für Windsurfer. Auf Patmos befindet sich das imposante Kloster des heiligen Johannes, der hier seine Offenbarung verfasst haben soll. Auf der kleinen Insel Nisyros kann man einen Schwefelvulkan besichtigen.